Analthrombose – Die sog. „unechte Hämorrhoide“

Die Perianalvenenthrombose ist eine ungefährliche Form des Venenverschlusses. Zum Teil können aber starke Schmerzen entstehen, die starke Ähnlichkeit zu erkrankten Hämorrhoiden haben.

Analthrombose

Eine Analthrombose oder genauer gesagt eine Perianalvenenthrombose kann sehr kurzfristig auftreten. Es handelt sich dabei um kleine Knoten in der Afterschleimhaut, die durch ein Blutgerinnsel in einer Vene ausgelöst werden.

Eine Analthrombose ist im Gegensatz zu anderen Thrombosen harmlos, wenn auch schmerzhaft. Da diese Knoten oft mit Hämorrhoiden verwechselt werden spricht man im Volksmund auf von einer unechten Hämorrhoide.




Der Versuch eine Analthrombose, ähnlich einer stark vergrößerten Hämoride, zurück in das Körperinnere zu schieben, sollte daher unterlassen werden. Es gibt eine ganze Reihe von Erklärungsansätzen, welche Ursachen die Bildung einer Analthrombose begünstigt.

So fördert das Sitzen auf kühlen Untergründen oder starke körperliche Anstrengung die Entstehung dieser Thromboseart. Die Analthrombose tritt bei Frauen sehr häufig in der Schwangerschaft oder nach der Entbindung auf.

Die Ursachen sind identisch zu denen von Hämorrhoiden in der Schwangerschaft. Ist ein Patient bereits an vergrößerten Hämorrhoiden erkrankt, kann das ebenfalls die Bildung von Perianalvenenthrombosen fördern. Bei Männern mittleren Alters kommen diese Venenverschlüsse im After am häufigsten vor.

 

Analthrombose – Abgrenzung zu Hämoriden

Sobald ein Betroffener knotenartige Veränderungen im After bemerkt, wird un- weigerlich an eine Hämoridenerkrankung gedacht.




Folgende Merkmale helfen bei der Abgrenzung zwischen Analthrombose und vergößerten Hämorrhoiden:

  • Die Analthrombose tritt schlagartig ein, während die krankhafte Entwicklung bei Hämorrhoiden einen sich über einen längeren Zeitraum erstreckt.
  • Wenn der Knoten einer Analthrombose nicht durch äußere Einflüsse verletzt wird, tritt keine Blutung ein. Bei Hämorrhoiden ab Stadium 2. findet der Betroffene immer wieder helles Blut auf dem Toilettenpapier. Abbildungen finden Sie unter Hämorrhoiden Bilder
  • Analthrombosen neigen bei Verletzungen durch Außendruck zu teils sehr Blutungen
  • Eine Analthrombose ist sehr schmerzhaft. Bei Hämorrhoiden hat der Betroffene lange Zeit gar keine Schmerzen.

 

Erste Hilfe – Eigenbehandlung der Analthrombose

So werden Sie schnell schmerzfrei!

Gewöhnlich verschwinden kleine Perianalthrombosen innerhalb von 14 Tagen wieder selbstständig. Die Heilung kann man am Besten unterstützen, indem man die Spannkraft und Elastizität der empfindlichen Haut im Rektalbereich fördert. Das funktioniert am Besten mit fetthaltigen und parfümfreien Salben wie:

Für eine Linderung der Schmerzen empfiehlt sich das Kühlen der betroffenen Stellen oder rezeptfreie Cremes mit einem Lokalanästhetikum, z. B. :

Mehr Produkte im Bereich Hämorrhoiden Salbe


 

Analthrombose – Diagnose und Therapie

Der Proktologe nimmt normalerweise eine Sichtdiagnose vor. Dazu betrachtet er die Afterregion und überprüft durch Abtasten das Auftreten von Knoten im rektalen Gewebebereich.

Teilweise kann auch ein Proktoskop zum Einsatz kommen. Da sich Analthrombosen auch ohne Behandlung selbstständig zurückbilden, ist nicht immer eine ärztliche Versorgung nötig.




Wenn Schmerzen während der Heilung auftreten, werden Schmerztabletten oder schmerzlindernde Salben verschrieben.

Bei starken Schmerzen gibt es auch chirurgische Möglichkeiten den Thrombus aus dem Analbereich auszuräumen. Diese Operation wird standardmäßig in ambulanter Weise durchgeführt.

 

Folgende Themen könnten Sie auch interessieren:


* Amazon Partner Link


2 Gedanken zu „Analthrombose – Die sog. „unechte Hämorrhoide“

  1. Pingback: Jucken am After – Hämorrhoidalleiden verantwortlich?

  2. Pingback: Hämorrhoiden Schreibweise im Deutschen

Kommentare sind geschlossen.