Blut im Stuhl – Okkultes Blut, Meläna und Hämatochezie

Es gibt diverse Ursachen für Blutspuren im oder auf dem Stuhl. In den wenigsten Fällen stecken schwere Krankheiten dahinter. Ernst genommen und medizinisch abgeklärt, gehören blutige Ausscheidungen dennoch schnellstmöglich. Erfahren sie die möglichen Gründe und Behandlungsmaßnahmen für Blut im Stuhl. Was versteht man unter der Meläna, Hämatochezie oder okkultem Blut?

Blut im Stuhl

Blut im Stuhl, Meläna, Hämatochezie und okkultes Blut

Viele Personen reagieren verständlicherweise panisch, wenn Sie Blut im Stuhl oder auf dem Toilettenpapier vorfinden. Gedanken an Krebs, Innere Blutungen, schwerste Krankheiten und Tod kommen auf. In den meisten Fällen ist Blut im Stuhl aber kein Grund für übertriebene Reaktionen. Sie sollten sich sachlich mit den möglichen Ursachen beschäftigen und zeitnah einen Arzttermin machen.

Eine Ferndiagnose ist nahezu unmöglich, da es sehr viele Ursachen für Blut im Stuhl gibt. Beispielsweise kann bereits längerer Durchfall die Schleimhaut des Afters derartig reizen, dass es zu kleineren Ansammlungen von Blut kommen kann oder Sie könnten an Hämorrhoiden erkrankt sein.

Ebenso sollten Sie sicher sein, dass es sich wirklich um Blut im Stuhl handelt. Es gibt nämlich diverse Nahrungsmittel, Lebensmittelfarbstoffe oder Vitamin- und Mineralienprodukte, die zu Verfärbungen des Stuhlgangs führen können.

 

Blut im Stuhl – Welche Formen können auftreten

Es gibt drei unterschiedliche Kategorien von Blut im Stuhl:

  1. Die Hämatochezie meint das Auftreten von frischem, hellrotem Blut im Stuhl. Mögliche Ursachen für die Hämatochezie sind gastrointestinale Blutungen, typisch lässt sich die Hämatochezie auch zu den Hämorrhoiden Symptomen zählen.
  2. Die sog. okkulte Blutung läßt sich nur mit speziellen Tests diagnostizieren, da das Blut nicht direkt sichtbar ist. (Vermischungen von Blut und Stuhl).
  3. Als Meläna oder auch Teerstuhl wird der charakteristisch schwarz, glänzende Stuhl bezeichnet. Die schwarze Färbung resultiert dabei durch die Zersetzung von Hämoglobin in Hämatin durch die Magensäure. Aber auch Blutungen im Darm können sich durch Teerstuhl äußern. Im Darm können Bakterien den Zersetzungsprozess des Hämoglobins auslösen.

 

Schnelltests für zuhause beim Verdacht auf Stuhlblutbeimengungen

Da Blutungen im Körperinneren nicht zwangsläufig hell rot in den Ausscheidungen zu erkennen sind, gibt es eine ganze Reihe an Selbsttests für die eigenen vier Wände. Diese Produkte ersetzen natürlich keinen Arztbesuch können aber erste Anhaltspunkte bzw. Präventionmaßnahmen für Erkrankungen wie Darmpolypen oder Darmkarzinome darstellen. Nachfolgend finden sie drei Tests zum Nachweis von Stuhlblutungen.
 

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Blut im Stuhl – Mögliche Ursachen

Blut im Stuhl ist kein eindeutiges Symptom für eine bestimmte Krankheit. Meistens ist die Ursache harmloser Natur. Da aber auch eine starke innere Blutung vorliegen kann, die es zu stillen gilt, oder es sich um frühe Hinweise auf eine schwerwiegende Krankheit handeln kann, ist die Abklärung mit dem Arzt zwingend erforderlich.




Die Hämatochezie, also die Ausscheidung von hellem Blut, beruht in den meisten Fällen auf einem Hämorrhoidalleiden. Die erweiterten Gefäßpolster reißen unter Anspannung und verursachen kleine Blutungen. Weitere Erkrankungen, die mit hellem Blut im Stuhl einhergehen sind Analfissuren und chronische Darmerkrankungen.

Am häufigsten treten dabei Colitis ulcerosa und Morbus Crohn auf. Neben dem Darm selbst, kann die Ursache für Blut im Stuhl auch in einer Blutkrankheit liegen oder durch äußerliche Einflüsse, wie Parasitenbefall ausgelöst werden.

Bei einer Melaena (Teerstuhl) sind die Probleme dagegen eher oberhalb des Darmes zu suchen. Das durch Magensäure gelöste Hämatin färbt das Blut im Stuhl schwarz, daher befinden sich die Ursache der Blutung meistens in Magen oder Speiseröhre. Typische Krankheiten sind Magenschleimhautenzündung, Magengeschwüre oder Erkrankungen innerhalb der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) und des Zwerchfells (Zwerchfellhernie).

 

Die Diagnose beim Arzt – Blut im Stuhl

Da Blut im Stuhl auf unterschiedlichste Ursachen zurückzuführen ist, sollte eine nachhaltige Diagnose beim Arzt erfolgen. Besonders bei ernsten Krankheiten, wie einem Darmkarzinom, sollte schnellmöglich eine weitere Behandlung erfolgen und keine weitere Zeit verschwendet werden.

Ein dauerhafter Blutverlust, auch durch ein eher harmloses Hämorrhoidenleiden, kann über lange Sicht zu einer Verringerung der Sauerstoffversorgung über die roten Blutkörperchen führen (Anämie). Müdigkeit und eine Absenkung der Leistungsfähigkeit sind die Folge. Eine erste Eingrenzung der Ursache nimmt der Mediziner durch die Form der Blutung im Stuhl vor.




Während die Meläna auf den oberen Verdauungsapparat hindeutet, liegt der körperliche Defekt bei der Hämatochezie eher im unteren Darmareal. Ein Patientengespräch ermöglicht weitere Einschränkungen auf die tatsächliche Ursache für das Blut im Stuhl.

Abgeklärt werden beispielsweise Ernährungs- gewohnheiten, einhergehende zusätzliche Beschwerden, Stuhlkonsistenz, Krankheitsge- schichte und ungewöhnliche Gewichts- veränderungen. Im Anschluss erfolgt dann die konkrete Untersuchung durch Tasten, Abhören und Blutentnahme, sowie Laboranalyse des Stuhls.

Nachgelagert können noch Magen- und Darmspiegelung folgen und bildgebende Verfahren angewendet werden.

 

Behandlungsformen von blutigem Stuhlgang

Ebenso divergend wie die Ursachen von Blut im Stuhl, müssen natürlich auch die Behandlungsmaßnahmen erfolgen. Wenn Blutansammlungen beim Stuhlgang auf akuten Blutungen beruhen, ist ein sofortiger Eingriff erforderlich.

Bei geplatzten Ösophagusvarizen oder Magendurchbrüchen besteht Lebensgefahr. Hämorrhoiden können im Anfangsstadium dagegen gut mit nonoperativen Maßnahmen, wie Hämorrhoiden Salbe und Umstellung der Lebensgewohnheiten behandelt werden.

Im späteren Verlauf des Leidens ist auch eine Sklerosierung oder Ligatur möglich, um Blut im Stuhl zu bekämpfen.

Lesen Sie mehr über die Therapieverfahren unter Hämorrhoiden Behandlung. Bei Polypen oder andern Wucherungen im Darmtrakt wird gezielt mittels Endoskop behandelt.

Das flexible Instrument verfügt über einen Instrumentengang und Kamera, womit Veränderungen im Darmbereich genauestens aufgespürt werden können. Das Darmkarzinom erfordert in der Regel eine Chemotherapie.

 

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2 Gedanken zu „Blut im Stuhl – Okkultes Blut, Meläna und Hämatochezie

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