Darmspiegelung und Enddarmspiegelung zur Diagnose

Eine Darmspiegelung schreckt die meisten Personen ab und zugegebener Maßen gibt es sicherlich auch angenehmere Untersuchungen. Der vorliegende Artikel bescheibt wie eine Darmspiegelung wirklich abläuft und welche Verfahren es gibt…

Darmspiegelung

Darmspiegelung – Enddarmspiegelung

Die Darmspiegelung ist eine der zuverlässig- sten Methoden, um diverse Darmerkrank- ungen zu diagnostizieren. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung findet diese Unter- suchung aber bei Hämorrhoiden eher eine untergeord- nete Rolle, da bei der Darm- spiegelung für gewöhnlich wesentlich tiefer in den Unterleib vorgedrungen werden kann, als für eine Hämorrhoiden Behandlung notwendig. Das Mittel zur Hämorrhoiden Diagnose nennt sich Enddarmspiegelung oder Proktoskopie. Erfahren sie im weiteren Verlauf des Artikels alles wissenswerte zum Thema Darm- und Enddarmspiegelung.

 

Darmspiegelung – Wann sollte sie durchgeführt werden?

Eine Darmspiegelung, auch als Koloskopie bezeichnet, wird genutzt, um bestimmte Leiden einer konkreten Krankheit zuordnen zu können und mögliche andere Ursachen zu verwerfen.




Weiter findet dieses Verfahren bei der Darmkrebsvorsorge verbreitet Anwendung. Findet ein Patient Blut im Stuhl oder weisen entsprechende Tests auf nicht sichtbare Blutbeimengungen in den Auscheidungen hin, ist die Durchführung einer Darmspiegelung sehr sinnvoll.

Dauerhafte Schmerzen in der unteren Bauchgegend oder häufig wechselnde Stuhlkonsistenz sollten ebenfalls durch eine Darmspiegelung untersucht werden. Ursachen für die Leiden oder Veränderungen im Darm können so frühzeitig abgeklärt und entsprechend therapiert werden.

 

Wie ist der Ablauf? – Darmspiegelung

Am häufigsten wird eine Darmspiegelung ohne stationären Aufenthalt im Krankenhaus ausgeführt. Vor dem eigentlichen Eingriff klärt der Arzt den Patienten über die Vorgehensweise und den genauen Ablauf der schmerzfreien Koloskopie auf, die im Regelfall kaum länger als eine halbe Stunde dauert.

Unmittelbar vor der Darmspiegelung erhält der Patient ein ambulantes Schmerzmittel, welches die Fahrtüch- tigkeit auch nach der Untersuchung noch entscheidend einschränkt.

Nach Möglichkeiten sollten Betroffene sich deshalb abholen lassen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Bei der Untersuchung selbst führt der Mediziner ein ca. 1 cm breites und 1,2 m langes Endoskop in den Darm ein. Für eine bessere Begutachtung der Darmwände wird zu Beginn Luft in den Darm gepumpt.




Nach dieser Weitung des Dickdarms wird das Gerät bis zum Übergang von Dick- zum Dünndarm geschoben, um dann rekursiv die Wände des Dickdarmtraktes zu begutachten. Das Endoskop verfügt über eine Kamera, eine Beleuchtung und einen Einlass für medizinische Instrumente ausgestattet.

Bei auffälligen Gewebeveränderungen können jederzeit Proben entnommen werden, die im Anschluss weiter im Labor untersucht werden können. Minimale Eingriffe, wie die Entfernung von Darmpolypen sind ebenfalls jederzeit möglich und bereitem dem Patienten keinerlei Schmerzen.

Wer im Analbereich besonders empfindlich ist, kann vor der Untersuchung bereits Zäpfchen mit lokal wirkendem Schmerzmittel einnehmen. Natürlich sollte die Einnahme vorher mit dem Arzt abgestimmt werden.

 

Darmspiegelung? – Was sollte im Vorfeld beachtet werden?

Vor der Damrspiegelung selbst wir vom Arzt ein Abführmittel verschrieben. Je sauberer der Darmtrakt, desto besser kann die Untersuchung durchgeführt werden. Beriets 4-5 Tage vor dem Eingriff muss daher auf körnerhaltige Lebensmittel verzichtet werden, ebenso auf Produkte die Eisen enthalten.

Um eine vollständige Reinigung des Darms zu erreichen sollten Patienten ab Mittag des Vortages der Darmspiegelung keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen. Ausreichend Trinken ist allerdings erlaubt und empfohlen.




Etwaige Medikamenteneinnahme, wie z. B. Blutverdünner sollten bereits beim Erstgespräch mit dem Arzt abgeklärt werden. Durch die Entleerung des Darms können andere Medikamente, auch die Verhütungsmittel, ihre Wirkung verlieren.

 

Welche Risiken bestehen? – Darmspiegelung

Bei der Darmspiegelung treten sehr selten Komplikationen auf. Möglich sind Darmblutungen oder -perforationen und eine Unverträglichkeit des Betäubungs- medikaments. Nach Beendigung der Untersuchung leidet der Patient allerdings am Folgetag weit häufiger an Blähungen, durch die anfängliche Luftzufuhr in den Darm.

 

Die Enddarmspiegelung – Diagnosemittel bei Hämorrhoiden

Bei einem Hämorrhoiden Leiden kommt dagegen normalerweise die Enddarmspieglung zum Einsatz. Lange und flexible Endoskope sind für diese Untersuchung nicht nötig.

Das Proktoskop misst bis zu 25 cm und hat eine starre, röhrenartige Form. Neben der Diagnose von Hämorrhoiden eignet sich diese Methode auch bei Fisteln, Schließmuskelleiden und Analfissuren.

Der Patient liegt bei einer Enddarmspiegelung am Besten auf der linken Seite, nach Abtastung der besagten Region wird das Endoskop unter zu Hilfenahme von Gleitgel in den Darmtrakt eingeführt. Die Untersuchung ist allenfalls unangenehm aber nicht schmerzhaft.

Auf die Verabreichung eines Betäungsmittels wird in der Regel verzichtet und eine Entleerung des Darms vor der Untersuchung kann auch verzichtet werden. Nach wenigen Minuten ist die Enddarmspiegelung beendet und der Patient kann ohne Einschränkungen zum normalen Tagesprogramm übergehen.

Folgende Themen könnten Sie auch interessieren: