Hämorrhoiden bluten – Wie kann behandelt werden?

Wer Blut in seinem Stuhl sieht, ist zumeist erst geschockt. Allerdings muss dieses nicht zwingend etwas Schlimmes bedeuten. Sehr häufig sind hierfür eine Analfissur, eine Analfistel, Darmpolypen, oder eben auch eine Hämorrhoide verantwortlich.

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Grundsätzlich sollte die Ursache von einem Arzt untersucht werden. Vor allem äußere Hämorrhoiden bluten sehr schnell, da es sich hierbei um nichts anderes handelt als um sehr stark gefüllte Blutgefäße.

 

Warum Hämorrhoiden bluten?

Hämorrhoiden bluten, wenn sie gerieben oder gedrückt werden. Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um prall gefüllte Blutgefäße, die um die Afterschleimhaut nach außen dringen. Wenn dann beim Stuhlgang sehr stark gedrückt wird, können Hämorrhoiden bluten.




Teilweise können diese auch ein sehr starkes Jucken verursachen, wodurch die betroffene Person am After kratzt. Auch dadurch können Hämorrhoiden bluten und um dies zu verhindern, sollte möglichst auf das Kratzen verzichtet werden.

 

Wie lange bluten Hämorrhoiden?

Grundsätzlich können Hämorrhoiden bluten, bis sie nicht mehr da sind, beziehungsweise bis sie sich wieder nach innen begeben. Allerdings ist hierbei auch der Grad der Erkrankung entscheidend. So kann es sein, dass einige Hämorrhoiden bluten, andere hingegen nicht. Möglich ist dies bei äußeren Exemplaren aber jederzeit.

 

Was kann dagegen getan werden, dass Hämorrhoiden bluten?

Um zu verhindern, dass Hämorrhoiden bluten oder überhaupt erst entstehen, können einige Dinge unternommen werden.

 

1. In warmem Wasser baden oder ein Sitzbad durchführen

Um zu verhindern, dass Hämorrhoiden bluten, können ein warmes Bad oder ein Sitzbad sehr nützlich sein. Durch die Wärme werden die Reizungen reduziert, die Schmerzen gelindert und die Venen schrumpfen.




Das Sitzbad kann dreimal täglich ungefähr 15 bis 20 Minuten durchgeführt werden. Sehr effizient kann es zudem sein, ungefähr 60 Gramm Meersalz in das Bad zu geben und sich rund 30 Minuten in dieses zu setzen. Denn durch die antibakterielle Wirkung werden die Wundheilung und die Bekämpfung von Infektionen unterstützt.

 

2. Kühlen

Auch Kälte kann verhindern, dass Hämorrhoiden bluten. Hierfür kann ein Eisbeutel oder ein Coolpack auf den After gelegt werden. Allerdings werden diese Gegenstände am besten nicht direkt auf die Haut gegeben, um Unterkühlungen zu vermeiden.

Besser ist es, die Kompresse in ein Handtuch zu wickeln und dann vorsichtig auf die Hämorrhoide zu drücken. Allerdings sollte sie nicht länger als 15 Minuten am Stück verwendet werden. Sobald die Haut wieder Zimmertemperatur angenommen hat, kann die Anwendung erneut erfolgen. Auf diese Weise kann Kälte sehr sinnvoll sein, wenn Hämorrhoiden bluten. Denn sie sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen.

 

3. Spezielle Hämorrhoiden Salbe auftragen

In der Apotheke gibt es Hämorrhoiden Salben, die bei dem Auftreten der typischen Hämorrhoiden Symptome helfen können. Idealerweise enthalten sie den Wirkstoff Phenylephrin, der dafür sorgt, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen, wodurch die Blutung gestoppt wird.

Zudem gibt es auch spezielle Salben, die gegen die Reizung und das teilweise sehr schmerzhafte Jucken helfen. Allerdings stoppen diese nicht die Blutung, sondern lindern nur die Begleiterscheinungen. Idealerweise enthalten diese beruhigende Cremes Hydrokortison, Aloe vera, Pflanzenextrakt der Zaubernuss oder Vitamin E.

 

Weitere Maßnahmen, die gegen Blut im Stuhl durch Hämorrhoiden helfen können sind:

  • weiches Toilettenpapier verwenden
  • nicht kratzen
  • diverse Tabletten aus der Apotheke (zuvor mit einem Arzt sprechen)
  • auf ein sogenanntes Donutkissen setzen, um den Druck auf die Hämorrhoiden zu reduzieren

 

Was macht der Arzt?

Wenn äußerliche oder innerliche Hämorrhoiden vorhanden sind, kann eine Hämorrhoidektomie helfen. Hierbei handelt es sich um die gängigste Methode, um die schmerzhaften Blutgefäße zu entfernen.




Natürlich erhält der Patient hierbei eine örtliche Betäubung, eine Spinalanästhesie oder wenn gewünscht auch eine Vollnarkose. Weitere Maßnahmen, die ein Arzt gegen innere Hämorrhoiden durchführen kann, sind: