Wie unterscheide ich Marisken und Hämorrhoiden?

Wer nach dem Stuhlgang helle Blutflecke auf dem Toilettenpapier feststellt oder beim Tasten kleine Knötchen im After im After bemerkt, denkt sofort an Hämorrhoiden oder Schlimmeres. Im Regelfall sollten Sie die Ruhe bewahren und die Ursachen medizinisch untersuchen lassen.

Marisken und Hämorrhoiden

Marisken und Hämorrhoiden Bild von Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Neben Hämorrhoiden gibt es aber noch eine ganze Reihe ähnliche Erkrankungen des Enddarmbereichs. Marisken beispielsweise können optisch für einen vergrößerten Hämorrhoidenknoten gehalten werden.

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Wie unterscheiden sich Marisken und Hämorrhoiden? Ist es sinnvoll Marisken operativ zu entfernen oder gibt es auch schonendere Möglichkeiten?


 

Marisken und Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind stark durchblutete Gefäßpolster, die neben dem Schließmuskel für die Abdichtung des Enddarms zuständig sind. Eine genauere Erläuterung über Position Aussehen und Aufgaben gibt es im Beitrag Hämorrhoiden – Ursachen, Vorbeugung und Therapie.




Der wesentliche Unterschied einer Mariske liegt darin, dass es sich Hautlappen des Analkanals handelt und nicht um Schwellkörper. Die erschlaffte Haut kann allerdings recht große Ausmaße annehmen. So gibt es Marisken in Größen eines Stecknadelkopfes bis zum Durchmesser eines 2 Euro Stücks. Schmerzhaft sind Marisken in der Regel nicht. Sie können aber beim Reinigen des Anus stören und werden optisch als unschön empfunden.

Durch kleine Verletzungen in der Region des Afters besteht allerdings durchaus die Gefahr einer Entzündung, welche dann in jedem Fall ärztlich versorgt werden muss. Weiterhin kann beim Auftritt von Marisken auch ein Hämorrhoidalleiden im Anfangsstadium vorliegen. Die Gefäßpolster sind zwar noch nicht von außen sichtbar, aber durch den ausgeübten Druck verlagert sich ein Teil der Analhaut und Marisken entstehen.

 

Besonders oft sind Schwangere betroffen

Bei Frauen in der Schwangerschaft treten Marisken vermehrt auf. Ursache für dieses Phänomen ist die Umstellung des Hormonhaushalts und die steigende Belastung im weiblichen Unterleib.

 

Wie werden Marisken operiert?

Die operative Entfernung von Marisken ist nicht besonders kompliziert. Eine Betäubung findet nur im Lokalbereich statt und ein stationärer Aufenthalt ist gewöhnlich nicht nötig. Nach der Betäubung werden die Marisken mit einem Messer oder Laser entfernt.




Eine chirurgische Behandlung von Marisken sollte dennoch nur im Notfall erfolgen, da der Heilungsprozess sehr lange und schmerzhaft sein kann. Falls es lokal zu Juckreiz oder Problemen bei der Analhygiene kommt, können Hämorrhoiden Salbe und medizinische Bäder Linderung verschaffen.

Eine Operation sollte wirklich nur die letzte Möglichkeit der Marisken Therapie darstellen. Die Haut im Analbereich ist sehr sensibel und schmerzempfindlich. Der Patient hat oft noch lange nach der OP mit Schmerzen und Nässen der Wunde zu kämpfen.

Wenn sie selbst vor der Entscheidung stehen eine Mariskenoperation durchführen zu lassen, empfehle ich ihnen sich einige Patientenerfahrungen zur Mariskenbehandlung im chirurgie-portal.de durchzulesen.

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