Proktologie – Mit welchen Erkrankungen zum Proktologen?


Der erste Gang bei Beschwerden mit Hämorrhoiden sollte natürlich zum Hausarzt führen. Der richtige Facharzt bei Hämorrhoiden ist aber der Proktologe. Lesen Sie mehr über das Aufgabengebiet des Proktologen…

Proktologe

Der Proktologe behandelt Hämorrhoiden

Zu den Aufgaben eines Proktologen gehört die Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Anal-, Mast- und Enddarmbereichs. Häufig ist der Proktologe ausgebildeter Chirurg und hat eine ca. einjährige Weiterbildung absolviert. Nach bestandener Prüfung in diesem medizinischen Teilgebiet, ist es dem Mediziner erlaubt, die Zusatzbezeichnung „Proktologe“ im Namen zu führen. Der Proktologe wird u. a. auch als Coloproktologe oder Koloproktologe bezeichnet. Abgeleitet werden diese Begriffe vom altgriechischen „proktos“, was soviel bedeutet wie After oder „kolon“ = Darm. Der Proktologe arbeitet gewöhnlich eng mit Ärzten der Teilgebiete Urologie, Gynäkologie und Chirurgie zusammen. Wenn Sie auf der Suche nach einem guten Facharzt sind, empfehlen wir die Arztbewertung und Suche von http://www.jameda.de

 

Hämorrhoiden – Ein Fall für den Proktologen

Eine der bekanntesten Volkskrankheiten, die in den Bereich der Proktologie fallen, sind natürlich Hämorrhoiden. Diese schmerzhaften Gefäßpolstervergrößerungen sind aber nur ein kleiner Teil des Aufgabenbereichs eines Proktologen, wenngleich wahrscheinlich auch die häufigste Ursache den Rat eines entsprechenden Mediziners einzuholen.




Ein Proktologe ist aber auch zuständig bei Fisteln, Ekzemen und anderen Entzündungen im Bereich des Afters und Darms, sowie bei Organverlagerungen, die u. u. auch zu einer Inkontinenz führen können. Wikipedia zählt folgende Erkrankungen zum Behandlungsspektrum der Proktologie:

  • Stuhlinkontinenz
    Bewusster oder unbewusster Verlust der Kontinenz durch rektale Fehlfunktionen
  • Analfissur
    Verletzungen der Schleimhaut am Rectum
  • Vergrößerte Hämorriden
    Entzündliche Veränderung der Gefäßpolster in der Nähe des Schließmuskels
  • Perianalthrombose
    Schmerzhafte Schwellung, die durch ein Gerinsel in den Venen des Anus auftreten kann. Da Verwechslungsgefahr mit Hämorrhoiden bestehen kann ist diese Form der Thrombose auch als „unechte“ Hämoride oder „äußere Hämoride“ bekannt.
  • Analkarzinom
    Krebsbildung im Bereich des Anus
  • Analabzesse
    Entzündung im Analbereich (Vorstufe einer Fistel)
  • Analekzeme
    Akute oder chronische Entzüdnungen der Haut im Analbereich
  • Analfisteln
    Entzündliche Gänge im Analbereich, die mehrere Hautschichten befallen können
  • Marisken
    Veränderungen der Hautläppchen im Analbereich
  • Feigwarzen
    Durch das Human Papillomavirus verursachte Warzenbildung im Intimbereich.

 

Der Proktologe – Wie sieht eine Untersuchung aus?

Zu Beginn steht die möglichst detaillierte Schilderung der Beschwerden durch den Betroffenen, dadurch kann der Proktologe bereits im Vorfeld gewisse Schlüsse zur Erkrankung ziehen und andere Leiden ausschließen.




Nach dem Gespräch folgt eine proktologische Voruntersuchung, bei der der Analbereich genauestens inspiziert und ertastet wird. Im Anschluss erfolgt die innere Untersuchung mit mittels eines Proktoskops oder Koloskops.

Man unterschiedet hier in Darmspiegelung und Enddarmspiegelung. Der Proktologe verursacht bei diesen Untersuchungen normalerweise keine Schmerzen. Bei schwerwiegenderen Erkrankungen entscheidet der Proktologe, ob eine Anästhesie für die Untersuchung oder Behandlung sinnvoll ist.