Woran erkennt man ein Hämorrhoidalleiden?

Eines der häufigsten Hämorrhoiden Symptome ist das Auffinden von kleinen, hellroten Blutmengen. Diese können sich auf dem Toilettenpapier zeigen oder direkt auf dem Stuhl sichtbar sein. Ursache dieser Blutungen sind kleinere Gefäßverletzungen des Hämorrhoidenplexus.

Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoidalleiden erkennen – Bild von Dieter Schütz / pixelio.de

Auch eine stark beanspruchte Afterschleimhaut kann Blut im Stuhl hervorrufen. Weiterhin sehr verbreitet ist das typische Jucken und Nässen bei einer Hämorrhoidenerkrankung. Diese Symptomatik ist der Schwellung der Hämorrhoidalknoten geschuldet, dadurch kann der Anus nicht mehr komplett verschlossen werden.




Das Resultat ist der Austritt von Flüssigkeit und kleinen Stuhlmengen, die wiederum eine Reizung der Schleimhäute des Rectums verursachen. Starke Schmerzen oder eine anorektale Inkontinenz können erst im bei einem Hämorrhoidalleiden höheren Grades auftreten.

Hämorrhoiden werden in vier Grade gegliedert. Die Einteilung wird dabei auf Basis der krankhaften Erweiterung der Hämorrhoidalpolster vorgenommen. Schmerzen und andere Symptome sind nicht der der Gliederung in unterschiedliche Stadien.

Die Symptome können bei jedem Patienten anders sein. Einige Personen verspüren schon im Anfangsstadium Schmerzen, während andere Patienten selbst bei einem weit fortgeschrittenem Hämorrhoidenleiden beinahe schmerzfrei sind. Die Beschwerden können also in dem entsprechendem Grad auftreten, müssen aber nicht zwangsläufig spürbar sein.

 

Hämorrhoiden ersten Grades

Für den Betroffenen ist eine Gefäßerweiterung innerhalb der Hämorrhoiden bei diesem Grad der Erkrankung nicht feststellbar. Die Hämorrhoiden liegen weiterhin innerhalb des Körpers und die einzigen Anzeichen, die Auftreten können sind die obligatorischen leichten Blutungen.

Hilfreich kann hier homöopathische Hämorrhoiden Salbe, bzw. allgemein Cremes mit adstringierender Wirkung. Wirkstoffe wie Eichenrinde, Hamamelis und alle Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute zusammen und wirken dadurch blutungsstillend.

 

Hämorrhoiden zweiten Grades

In diesem Stadium sind die Hämorrhoiden bereits soweit vergrößert, dass beim Stuhlgang durch das Pressen aus dem Anus gedrückt werden.




Nach einer körperliche Anstrengung wandern diese aber selbstständig zurück ins Innere des Körpers. Durch die Auswirkungen auf den Schließmuskel kann es jetzt zur Absonderung Flüssigkeiten aus dem Enddarm kommen und dadurch das unangenehme Jucken und Nässen verursacht werden. Blut im Stuhl findet der Betroffene in diesem Hämorrhoidenngrad häufiger vor.

 

Der Dritte Grad eines Hämorrhoidalleidens

Analog zum zweiten Grad treten die Hemoriden beim Pressen aus dem Anus hervor. Allerdings ist die Größe der Hämorrhoidalknoten im dritten Stadium bereits so weit vorangeschritten, dass ein autarkes zurückverlagern der Gefäßknoten nicht mehr möglich ist.

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Durch äußere Druckauswirkungen, etwa mit der Hand, können die Hämorrhoidalpolster in den Analkanal zurückgeschoben werden. Da der Schließmuskel in dieser Phase bereits stark beeinträchtigt wird, kann jetzt eine anorektale Stuhlinkontinenz eintreten. Schmerzen und das Gefühl der unvollständigen Darmentleerung treten auf.

 

Hämorrhoiden vierten Grades

Die Hämorrhoiden liegen nun dauerhaft außerhalb des Körpers und lassen sich auch durch äußere Einflüsse nicht mehr zurückschieben. Eine medizinische Behandlung ist in diesem Zustand unumgänglich und sollte eigentlich schon viel früher in Anspruch genommen werden.




Es treten empfindliche Schmerzen auf. Das Hämorrhoidalleiden verursacht in dieser Phase meistens auch andere rektale Erkrankungen. So kann durch den Blutstau eine Analthrombose enstehen, die Schleimhaut des Afters kann einreißen. Man spricht dann von einer Analfissur.

Nach einer Behandlung in diesem Stadium ist es durch die stark gedehnten Schleimhäute ebenfalls wahrscheinlich, dass Marisken zurückbleiben.

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